Zu meiner Person: Ich wurde am 3. April 1935 in Gloggnitz geboren. Nach der Pflichtschule erlernte ich das Elektrikerhandwerk. 1955 trat ich in den Exekutivdienst ein. Letzte Dienststelle war der Gendarmerieposten Gloggnitz. Mein Hauptinteresse galt den Hunden. Diensthundeführer, Ausbilder und Abrichter aus Leidenschaft. Sachverständiger für das Diensthundewesen der Bundesgendarmerie. Seit 1955 Gendarmerie-Bezirksinspektor in Pension. Kein Pensionsschock. 20 Jahre war ich Leiter des Museums für Jüngere Zeitgeschichte in der Renner Villa in Gloggnitz. Wo sich heute noch die von mir gestaltete Dauerausstellung „Schicksale mahnen 1934–1955“ befindet. 2001 Verleihung des Berufstitels Professor durch den Bundespräsidenten.
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...Mit der neuen Buchserie „Schicksalsjahre 1938–1955“ setzt Herr Professor Friedrich BRETTNER erfolgreich seine bereits Jahrzehnte dauernden Bemühungen fort, die jüngere Zeitgeschichte in Niederösterreich, vor allem aber hier im Bereich seiner unmittelbaren Heimat rund um Gloggnitz aufzuarbeiten, die Erinnerung wach zu halten und zugleich auch zu mahnen.
Dem Autor ist es wiederum gelungen, mit der ihm eigenen Aneinanderreihung geschichtlicher Daten aus Chroniken in Verbindung mit seinen persönlichen Lebenserfahrungen, mit seinen Kenntnissen als Gendarmeriebeamter und mit Erlebnissen und Erinnerungen von Zeitzeugen eine objektive Grundlage über die, für viele schon vergessene Zeit zu schaffen.
Gerade dieses Stakkato an Besonderheiten und Ereignissen führt drastisch die oft bedrohliche Lebenssituation einer Generation vor Augen, die den Zweiten Weltkrieg noch selbst miterleben musste oder nach 1945 am Aufbau unseres Österreichs mitgewirkt hat. Durch den direkten Lokalbezug schafft es Professor Friedrich BRETTNER unvorstellbare Lebensumstände, Leid, persönliche Schicksale aber auch vordergründig unverständliches Verhalten der damaligen Leute in lebendige Bilder zu verwandeln und somit eine Brücke zwischen den Gräueln des 2. Weltkrieges, der Entstehung der 2. Republik und dem Wohlstand der Gegenwart zu schlagen.
Auszug aus Vorwort von Obstlt. Johann NEUMÜLLER, Bezirkspolizeikommandant Neunkirchen