Zu meiner Person: Ich wurde am 3. April 1935 in Gloggnitz geboren. Nach der Pflichtschule erlernte ich das Elektrikerhandwerk. 1955 trat ich in den Exekutivdienst ein. Letzte Dienststelle war der Gendarmerieposten Gloggnitz. Mein Hauptinteresse galt den Hunden. Diensthundeführer, Ausbilder und Abrichter aus Leidenschaft. Sachverständiger für das Diensthundewesen der Bundesgendarmerie. Seit 1955 Gendarmerie-Bezirksinspektor in Pension. Kein Pensionsschock. 20 Jahre war ich Leiter des Museums für Jüngere Zeitgeschichte in der Renner Villa in Gloggnitz. Wo sich heute noch die von mir gestaltete Dauerausstellung „Schicksale mahnen 1934–1955“ befindet. 2001 Verleihung des Berufstitels Professor durch den Bundespräsidenten.
gloggnitz

IN DIESEM BUCH habe ich versucht die Nöte und Sorgen der Bewohner von Enzenreith, Gloggnitz und Prigglitz wahrheitsgetreu wiederzugeben, um der heutigen Generation aufzuzeigen wie es damals wirklich war.
Es ist heute ganz einfach und leicht alles um die Menschen von damals öffentlich zu verdammen. Um dann noch zu behaupten, bei uns wären solche Sachen nicht geschehen, wenn ich weiß,
dass ich reklamieren und nörgeln kann ohne das auf mich ein Gefängnis oder Konzentrationslager wartet.
Wer hat überhaupt der heutigen Generation die ganze Wahrheit gesagt. Die Begriffe Hunger, Ausgesteuert, Sippenhaftung, Konzentrationslager, Kriegsgericht kann man heute leicht aussprechen, doch wieviel Leid haben sie über die Menschheit gebracht. Leider gibt es immer
noch Menschen die versuchen, meistens aus Geltungssucht und um sich zu profilieren, bereits Verstorbene, die sich nicht mehr rechtfertigen können, in den Dreck zu ziehen.
Um die damalige Zeit und ihre Menschen gerecht beurteilen zu können, müsste man damals gelebt haben, denn mit dem Wissen von heute ist es leicht über diese Menschen den Stab zu brechen.